Hildegard Schneiders
Sakralkunst made in Gelsenkirchen
Wilhelm Burg jun. (1904-1965)
soeben erschienen

Wer in Gelsenkirchen Interesse an Sakralkunst hat, weiß vermutlich, dass gerade hier zahlreiche Künstler im Sakralbereich dauerhaft oder zeitweise tätig waren und auch überregional bekannt wurden.

Doch dass in einer Werkstatt in Bulmke gleich zwei wichtige Sakral-Bildhauerfamilien in einem Hause tätig waren, war bisher kaum bekannt.

In diesem und dem vorhergehenden Heft geht es darum, Leben und Werk von zwei fast vergessenen Sakralkünstlern in Gelsenkirchen zu präsentieren: vom Vater Wilhelm Burg senior, der in Bulmke eine große Kunstschreinerei und Bildhauerwerkstatt gegründet hatte, und von seinem Sohn Wilhelm Burg junior, der als Bildhauer später alleine arbeitete.

In einem Doppelheft (Bd. 26 und 27) präsentiert der Heimatbund die Forschungsergebnisse zur Gelsenkirchener Bildhauer-Familie Wilhelm Burg senior und junior. Ein exakter Trennungsstrich zwischen den Arbeiten des Sohnes und des Vaters in der Werkstatt mit vielen Mitarbeitern kann nicht exakt gezogen werden. Zwei Daten markieren wichtige Veränderungen in der Beziehung vom Vater zum Sohn: der Konkurs der väterlichen Firma (1929), die dann vom Sohn weitergeführt wurde, und zuletzt die Loslösung des Sohnes vom Betrieb und sein Eintritt in die Künstler-WG mit dem Glaskünstler Walter Klocke (1939).

Die gesamte Liste der bisher gefundenen Werke von Vater und Sohn findet sich am Ende dieses zweiten Heftes.