Wilhelm Bauer
Hermann Strassburger
Eisengießerpionier in Gelsenkirchen


„eine exemplarische Biografie, gut recherchiert, gut belegt und gut zu lesen“

Prof. Dr. Stefan Goch, Leiter des Instituts für Stadtgeschichte
 

Dort, wo heute der Wissenschaftspark steht und das Institut für Stadtgeschichte beheimatet ist, stand früher das Munscheidwerk. Das ist den Gelsenkirchenern gut bekannt. Auch, dass aus diesem Werk um 1900 die größte Tempergießerei der Welt wurde, die Gelsenguss. Nicht bekannt aber ist ihnen die Lebensgeschichte des Pioniers Hermann Strassburger, der mit seiner 1861 gegründeten Gießerei als Gründer der Gelsenkirchener Eisenindustire zu sehen ist und nicht, wie bisher vermutet, Friedrich Grillo.

Auf dem Dachboden seiner nordbayerischen Heimat begann die Recherche des direkten Nachfahren Hermann Strassburgers, Wilhelm Bauer. Im diesem Heft erzählt er erstmals über das Leben dieses Unternehmers, mit dem die Geschichte der Gelsenkirchener Eisengießerei begann.


„Die derzeit noch rekonstruierbare Geschichte der Gelsenkirchener Eisen- und Stahlindustrie beginnt nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, mit Friedrich Grillo,
sondern mit den Gebrüdern Strassburger und ihrer Eisengießerei.“

Prof. Manfred Rasch, dem Leiter des Thyssenkrupp-Archivs in Duisburg
 


Geleitwort vom Leiter des Instituts für Stadtgeschichte

Die hier von Wilhelm Bauer vorgelegte Biografie seines Vorfahren Hermann Straßburger zeigt eindrucksvoll, wie mit akribischer Arbeit Familiengeschichte, Unternehmens- und Betriebsgeschichte und Stadtgeschichte miteinander ver-bunden werden können. Es entsteht ein facettenreiches Bild des industriellen „take off“.

Für Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet wird hier keine Froschper-spektive eingenommen, sondern die Ereignisse und Entwicklungen werden als Teil des Industrialisierungsprozesses im Ruhrgebiet vorgestellt. So ist eine exemplarische Biografie eines Industriepioniers entstanden, gut recherchiert, gut belegt und gut zu lesen.

Herzlichen Glückwunsch, da ist ein schönes Stück Gelsenkirchener Stadtgeschichte gelungen!

Prof. Dr. Stefan Goch