Heimatbund
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Gelsenkirchen
e.V.

Sehr geehrte(r) ,

wir freuen uns, Sie auf diese Weise über unsere bevorstehende Veranstaltung zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen
Philip Ralph
Ihr Webmaster beim Heimatbund Gelsenkirchen e.V.

BILDER-VORTRAG

„1868: Nordstern fördert!“

Datum:
Mittwoch, 29.08.2018, 19.00 Uhr

Ort:
Rosen-Apotheke (1. Etage, Rosen-Kosmetik),
Seiteneingang: Robert-Koch-Str. 2, 45879 Gelsenkirchen

Anreise mit Bus und Bahn:
Straßenbahn 107 / 301 / 302,
bis U-Bahn-Haltestelle Heinrich-König-Platz
Elektronische Fahrplanauskunft:
https://efa.vrr.de/

Referent:
Reinhold Adam, ehem. Betriebsratsvorsitzender auf Zeche Nordstern,

heute Sprecher des Geschichtsforum Nordsternpark.

Eine Veranstaltung des Heimatbund Gelsenkirchen e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsforum Nordsternpark.

Alle interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Anmeldung nicht erforderlich. Teilnahme kostenlos.


Mit der Schlagzeile „Nordstern fördert!“ begann vor 150 Jahren die Erfolgsgeschichte der damals nördlichsten Zeche des Ruhrgebietes. Nordstern-Experte Reinhold Adam wird auf packende Art und Weise die wechselvolle Geschichte dieser Zeche präsentieren.

Zum Vergößern bitte anklicken. Reinhold Adam

verbrachte fast sein ganzes Berufsleben auf Nordstern. 1961 begann er als 14-jähriger Berglehrling.

„Ich wurde im Schatten der Nordstern-Fördertürme geboren. Für mich und die meisten anderen Horster gab es einfach nur die Zeche.“

[ Foto: Jürgen Sattler ]

Nordstern machte Horst zur am dichtesten besiedelten Gemeinde des Deutschen Reiches

Vor 150 Jahren, anno 1868, nahm die Zeche Nordstern in Horst die Kohlenförderung auf. Zu diesem Zeitpunkt war Nordstern der nördlichste Förderschacht im gesamten Ruhrrevier – daher der Name. Zuvor sollte sie Blücher heißen.

Damals – noch 60 Jahre vor dem Zusammenschluss mit Buer und Gelsenkirchen zur Großstadt – zählte die kleine Landgemeinde Horst a.d. Emscher nur 1.074 Einwohner. Dank der Zeche war Horst 1905 mit 14.899 Einwohnern die am dichtesten besiedelte Gemeinde im Deutschen Reich

Zum Vergrößern bitte anklicken

Die Bergleute der 8. Sohle beim Förderbeginn von Schacht 2, 1897.

Die kleine Schwester von Zollverein

Ursprünglich mit einem Malakow-Turm ausgestattet, ist Nordstern heute bekannt für die modernen Bauten von Fritz Schupp und Martin Kremmer, den Architekten der ikonischen Anlagen der Weltkulturerbe Zollverein. Leicht erkennbar durch ihre strengen, sachlichen Formen machen deren Bauten Nordstern zur „kleinen Schwester“ von Zollverein.

Über Schacht 2 baute Schupp 1951-53 eine Turmförderanlage. Das heißt, die Fördermaschine befindet sich nicht mehr in einem separaten Maschinenhaus neben dem Schacht, sondern im Kopf des Förderturmes, direkt über dem Schacht. Dadurch verschwindet das klassische Wahrzeichen der Zechen – das Fördergerüst mit Seilscheiben.

Die neuen Anlagen waren auf dem höchsten Stand der damaligen Technik. Im neuen, geschlossenen Turm wurde die Zweiseil-Gefäßförderung verwendet; damit verschwanden auch die herkömmlichen Förderwagen und
-körbe.

Schwere Grubenunglücke

Zwei schwere Grubenunglücke trüben die Geschichte von Nordstern. Sieben Bergleute starben bei einer Schlagwetterexplosion 1937; das Unglück nutzten die Nationalsozialisten zu Propagandazwecken aus.

Am 26. Juni 1955 fanden 14 Kumpel der Nachschicht ein tragisches Ende. Auf eigenem Wunsch fuhren sie schon morgens in die Grube ein, da am Nachmittag Rot-Weiß Essen um die deutsche Meisterschaft spielte. Bei einer Explosion ging der Streb zu Bruch. Die letzten Toten konnten erst drei Tage später geborgen werden.

Schicht im Schacht – und neue Nutzung

Am Donnerstag, 11. Februar 1993 lief der letzte Förderwagen vom Schachtkorb zu den Trompetenklängen von „Il Silencio“. Die Zeche war endgültig stillgelegt. Das Gelände wurde dann für die Bundesgartenschau 1997 in den Nordsternpark umgewandelt

Tannenbaum und Herkules – Nordsterns Wahrzeichen

Als weit sichtbare Landmarke bleibt der Tannenbaum von Nordstern ein Zeichen von Tradition. „Seit mehr als sechs Jahrzehnten leuchtet er allen Veränderungen und Besitzverhältnissen zum Trotz“, erzählt Reinhold Adam voller Stolz.

Nicht nur Horster freuen sich über den Tannenbaum: „Er vermittelt auch in Gladbeck-Brauck, oder in den nördlichen Essener Stadtteilen das Gefühl für Heimat – von der Adventszeit bis zu den heiligen drei Königen.“

Der Tannenbaum von Nordstern –
„Ein Zeichen von Warme, Harmonie und Geborgenheit,
nach der sich die Menschen in der heutigen schnelllebigen Zeit so sehr sehnen.“

Ein weiteres Wahrzeichen bekam Schacht 2 – inzwischen in „Nordsternturm“ umgetauft – im Kulturhauptstadt-Jahr 2010 in Form des 18 Meter hohen und 23 Tonnen schweren „Herkules“.

Mit seinem übergroßen Kopf, schmächtigem Körper und nur einem Arm ist die Skulptur als Identifikationsfigur nicht allseits beliebt. Seine knallblauen Haare und roten Lippen sind inzwischen etwas verblasst

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