Juli 2020
Ausgabe Nr. 1 / 2020
„Emscher-Zeitung“
Magazin des Heimatbundes Gelsenkirchen
für Heimatverbundene und Geschichtsinteressierte beidseits des Flusses.


„Im Fluss“
Große Titelgeschichte

Entlang der Emscher von Ost nach West
„Sie ist schon etwas Besonderes“ sagt der versierte Heimatforscher Hubert Kurowski in seinem faktenreichen Beitrag, als er die Emscher von Ost nach West bereist. Dabei stellt er die Geschichte und Gegenwart jenes einst windungsreichen Flusses vor, der aktuell noch ein offener Abwasserkanal ist, der aber schon in naher Zukunft ein renaturierter Anziehungspunkt für Erholungssuchende, Freizeitsportler und Naturfreunde sein wird. Auf dem Weg machen wir manche unerwartete Entdeckung, wie eine denkmalgeschützte Steinbrücke die nichts überbrückt und nirgendwo hinführt. Sie markiert die verschwundene Fleuth, einst ein windungsreicher Nebenfluss.

Weitere Aspekte des geschichtsträchtigen Flusses:
Emschertal und Goldberg
Burgen und Schlösser entlang der Emscher
Die Emscher als Grenzfluss

„Emscherbrücher Dickköpfe“
Die Emscherbrücher Wildpferde waren einst von herausragender wirtschaftlichen Bedeutung – als Reit- und Arbeitstiere in der Landwirtschaft, als Zugpferde für Kutschen und beim Militär. Das jährlich die Massen anziehendes Volksfest im benachbarten Crange erinnert bis heute an die Zeit der wilden Pferde an der Emscher.

Aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht
Neue Perspektiven für die Emscher: Der Fluss und viele seiner Nebenbäche wurden und werden immer noch umgestaltet, dem Menschen und der Natur zugänglich gemacht. Der Emscherlandschaftspark ist „das grüne Herz der Metropole Ruhr“, ein Park für 5,3 Millionen Einwohner, Erlebnisort internationaler Kultur, neue Gärten in urbaner Landschaft, wilde Schönheit der Industrienatur, Sport und Freizeit.


„Weinpatenstadt Gelsenkirchen im Dritten Reich“
spannender Rückblick auf ein ungewöhnliches Thema unserer Geschichte

Der renommierte Fachmann Dr. Christof Krieger vom Mittelmosel-Museum Traben-Trarbach blickt zurück in die Zeit des Dritten Reiches, als mit einer teils skurrilen Kampagne der Absatz deutschen Weines auch in der Bierstadt Gelsenkirchen gefördert werden sollte. Sein Beitrag über Weinpropaganda im Dritten Reich gibt tiefe Einblicke in ein dunkles Kapitel der Gelsenkirchener Geschichte.

Unter der eingängigen Parole „Wein ist Volksgetränk!“ hat das NS-Regime das Trinken deutschen Rebensaftes geradezu als nationale Tat beschworen. Im ganzen Reich wurden vom Parteiapparat der NSDAP allerorten volkstümliche Weinfeste und Umzüge organisiert.

Bei diesem Werbespektakel, das im Volksmund sogleich zu „Saufen für den Führer“ verballhornt wurde, war der Stadt Gelsenkirchen u.a. 1935 die Weinstadt Traben-Trarbach an der Mosel als „Patenkind“ zugeteilt worden.

Eine Fotostrecke zum Thema „Weinpatenstadt Gelsenkirchen im Dritten Reich“ finden Sie auf unserer Website:
https://heimatbund-gelsenkirchen.de/galerie/galerie_weinpate.html


„Flugpioniere in Nienhausen“
Ein bebilderter Ausflug in die Frühzeit der Fliegerei – als Rotthausen einen eigenen Flugplatz hatte

Ein weiteres Highlight des Heftes ist Volker Bruckmanns Bilderstrecke über den Flugplatz Essen-Gelsenkirchen in Rotthausen. Die eindrucksvollen, z.T. kolorierten Ansichten erwecken die Frühphase der Fliegerei auf plastische Weise wieder zum Leben. Doppeldecker, Zeppeline und waghalsige Wettflüge – dass Rotthausen auf dem Gelände rund um die Trabrennbahn einst einen bedeutenden Flugplatz hatte, ist ein viel zu wenig beachtetes, spannendes Thema.

Weitere Themen in dieser Ausgabe

Als Gelsenkirchen noch ein Dorf war (Teil II)
Aspekte des Dorflebens in eine Zeit, wo die Dorfkirmes und der Geburtstag des Königs die einzigen Festlichkeiten waren, als Gelsenkirchen noch zu Wattenscheid gehörte und noch keine Postagentur hatte.

Zu den weiteren spanneneden Themen in diesem Heft zählen:
Ein Relikt macht von sich reden. Der neue Name einer Straße und ein beinahe vergessener Bach.
Verpachtung „bei brennender Kerze“ Ein eigenartiger Rechtsbrauch im alten Gelsenkirchen
Gewohnt bunt! Ein Rückblick auf das für den Heimatbund sehr erfolgreiche Jahr 2019.