Juli 2019
Ausgabe Nr. 1
„Emscher-Zeitung“
Magazin des Heimatbundes Gelsenkirchen

Als Gelsenkirchen noch ein Dorf war
Bemerkenswerte Auszüge aus einem raren, vor 110 Jahren erschienen Büchlein lassen die persönlichen Erinnerungen und Erlebnisse eines alten Gelsenkircheners das dörfliche Gelsenkirchen der 1840er Jahren wieder lebendig werden.

Aus Grasreiners Schatzkiste
In dieser Rubrik werden die interessantesten Texte des vielseitigen Autors Reinhold Grasreiner (1863-1935) einem breiten Publikum wieder zugänglich gemacht. Einer der Gründungsmitglieder des Heimatbundes Gelsenkirchen im Jahre 1927, ist er nach wie vor einer der bedeutendsten Heimatforscher unserer Stadt und Namensgeber der Grasreinerstraße in der Altstadt.

Stiller Tod
Eine prächtige Baumart, eine verheerende Seuche – und was danach geblieben ist. Das Ulmensterben und ungewollte Folgen der Globalisierung. Totalverlust in Hassel und ein stolzer Baumveteran am Dahlbusch-Park.

Der Zeichner des Rundhöfchens
Viele Alt-Gelsenkirchener haben zu den Anfängen ihrer Stadt ein bestimmtes Bild vor Augen: eine weitbekannte Zeichnung des Rundhöfchens. Dort zu sehen ist der ringförmige Dorfkern um die alte St.-Georgs-Kirche.

Nichts davon ist heute mehr sichtbar; die Fachwerkhäuser, der Bauer mit Pferdefuhrwerk und die Schulkinder unter der Linde sind längst Geschichte. Selbst die Kirche wurde 1882 durch eine neue ersetzt.

Hildegard Schneiders erleuchtet nicht nur wichtige Aspekte der Geschichte des Rundhöfchens und interessante Details der Zeichnung. Sie bringt auch das spannende Leben und Wirken des Künstlers Fritz Schwartz anhand zahlreicher Zeichnungen und Fotos aus Familienbesitz ans Tageslicht.

Prächtige Gastwirtschaften
Ein bebilderter Ausflug in die prächtigen Gastwirtschaften vergangener Zeiten rund um den Hauptbahnhof. Farbige Postkarten geben Einblicke in die Freizeit der Menschen am Anfang des 20. Jahruhunderts

Speisesaal I. und II. Klasse im alten Hauptbahnhof
[Postkarte, 1907, Sammlung Volker Bruckmann]

Vergessene Orte
Hoch im Norden, wo Scholven und Hassel zusammenstoßen, verbirgt sich im Niemandsland zwischen Industrie und Autobahn ein halb verwildertes Kleinod ganz eigener Art – der Nordfriedhof, ein verwunschenes Naturparadies. Heimatforscher Alexander Pentek entdeckt einen einsamen, friedlichen und beruhigenden Ort – an einer Stelle, an dem man eine solch eigenartige Mischung am wenigsten vermutet.

Historische Sammlung
In den Beständen des Heimatbundes befinden sich auch etliche unerwartete Exponate.

Gefährliches Gelsenkirchen
Gelsenkirchen direkt vor der Jahrhundertwende. Die Stadt und der Landkreis wachsen und gedeihen, die Industrie arbeitet auf Hochtouren. Sensationelle Erfindungen erobern den Alltag. In der ungemein dynamischen Gesellschaft ging es nicht selten recht gefährlich zu. Meldungen aus der Tageszeitung von 1899 geben einen Blick in die Welt echter Verbrechen und Unglücke jener Jahre. Manches kommt uns dabei erstaunlich modern vor, anderes ist dem Gegenwartsmenschen des 21. Jahrhunderts wiederum recht fern und fremd. Spannend ist der Blick allemal.